Im Alter von ungefähr einem Jahr sind die P. henrylawsoni geschlechtsreif. Man hörte aber auch, dass manche schon ab ca. neun Monaten ihre Geschlechtsreife erreichten. Ein paar Wochen nach der Winterruhe beginnen die Zwergbartagamen mit der Paarung. Die Dauer der Fortpflanzungszeit beträgt in etwa drei bis vier Monate. Das Männchen beginnt mit der Balz und versucht nun, sich mit einem Weibchen paaren zu können. Dabei sieht man das Männchen heftig mit dem Kopf nicken, um so Eindruck bei seinem Weibchen zu schinden. Ist das Weibchen noch nicht bereit, versucht es weg zu laufen. Erst bei der Paarungswilligkeit lässt es das Männchen an sich heran. Es kommt auch schon einmal vor, dass das Männchen sein Weibchen regelrecht vergewaltigt. Sollte dadurch das Weibchen so sehr gestresst werden, ist es ratsam das Männchen einige Zeit vom Weibchen zu trennen.

Ist das Weibchen paarungswillig, dann beißt das Männchen in den Nacken vom Weibchen, um Halt zu finden. Das Weibchen hebt nun ihren Schwanz, oder das Männchen dreht das Weibchen so, dass es seinen Hemipenis in die Kloake des Weibchens einführen kann. Dieser Vorgang dauert nur kurz und kostet dem Männchen Kraft. Trotzdem finden Paarungen öfters statt.

Ist eine Paarung erfolgreich verlaufen, dann reifen nun im Bauch des Weibchens die Eier. Nun muss eine ausgewogene Nahrung gegeben werden. Darauf ist besonders auf ausreichende Kalziumzufuhr zu achten. Sonst entwickeln sich die Eier nicht richtig. Es gibt auch Weibchen, die trotz erfolgreicher Paarung keine Eier produzieren. Dann ist der Zeitpunkt für die Eiablage ungünstig (z. B.: Kurz vor der Winterruhe). Das ist weiters nicht schlimm, denn Zwerbartagamenweibchen können die Spermien speichern und erst später mit der Entwicklung von Eier beginnen. Schlimmer ist es, wenn Weibchen Eier entwickeln, sie jedoch nicht legen. Das führt zu Legenot und endet tödlich. Deshalb ist unbedingt ein Gang zum Tierarzt (TA) notwendig. Ist ein Weibchen trächtig, dann sieht man bei fortgeschrittener Schwangerschaft richtige Beulen am Bauch. Kurz vor der Eiablage nehmen sie nicht mehr so viel Nahrung zu sich.