Wer ein Terrarium möchte, hat die Möglichkeit sich eines zu kaufen, oder er baut sich selber eines. Der Vorteil beim Kauf ist, dass man gleich mit dem Einrichten beginnen kann. Dafür sind sie teuer und überwiegend aus Glas. Zudem kann man sie nur in Standardmaße kaufen.

Der Vorteil eines Glasterrariums ist, dass viel Licht durch kommt, sofern nicht zuviel verdunkelt wird. Ein Nachteil davon ist, dass Glas kein UV durchlässt und auch nicht so Wärme isoliert als Holz.

Holz hat die Eigenschaft, dass es einfach zu bearbeiten ist. Man kann ein Holzterrarium sehr gut in der Optik der Möbel  bauen und sie so in die Wohnung integrieren. Auch Nischen lassen sich sehr gut ausfüllen. Ein Holzterrarium hält zu dem besser die Wärme als ein Glasterrarium.

Bauanleitung: PDF-Format zum Downloaden < hier >
Das zum Bau eines Terrariums benötigte Holz, kann man im Baumarkt gleich auf das richtige Maß zusägen lassen.
Terrarium:
Aus Holz bestehen die Rückseite, Seitenteile links und rechts, Boden, Deckel und zwei Frontblenden (1x oben und 1x unten), sowie die Zwischendecke für die Beleuchtung. Bevor man die Einzelteile zusammenschraubt, empfiehlt es sich, zuerst alle Vorarbeiten (Lüftungslöcher (Seitenteile links und rechts oben und untere Frontblende), Kantenumleimer, Bohrungen) zu machen. Danach werden die Einzelteile mit Spax (Holzschrauben) zusammengeschraubt. Die Zwischendecke wird mittels Alu-Winkelschienen so an die Rückseite und obere Frontblende montiert, dass die Zwischendecke nur lose aufgelegt wird (zur besseren Installation der Beleuchtung). Der Abstand zum Deckel hängt von den Abmaßen der Vorschaltgeräte usw... ab. Als Lüftungsgitter kann man Alugitter, Abgusssiebe aus Chrom oder Möbellüfter verwenden. Man benötigt diese Lüftungsgitter, damit kein Wärmestau entsteht und die Luft zirkulieren kann.
Rückwand:
Nach dem Zusammenschrauben, wird die obere und untere Frontblende und der Deckel wieder entfernt, um so besser im inneren Bereich arbeiten zu können. Die Rückwand und Seitenwände werden aus Styroporplatten gestaltet. Dazu klebt man mit Styroporkleber die einzelnen Styroporplatten zusammen (nicht aber auf das Holz - somit kann die Rückwand wieder herausgenommen werden). An den Seitenwänden können die Platten dünner (ca. 20mm) sein. Darauf werden lauter kleinere Stückchen Styropor geklebt, damit es wenn es fertig ist wie Felsen aussieht. Als Liegeflächen nimmt man größere Flächen von Styroporplatten und klebt sie waagrecht an die Rück- und Seitenwand. Man kann zusätzlich noch Strukturen einbringen, indem das Styropor mit einem Heißluftfön angeblasen wird. Dadurch schmilzt das Styropor. Hat man die Unterstruktur fertig gestaltet, trägt man mehrere Schichten Flex-Kleber darauf. Dazu eignet sich ein Pinsel oder man nimmt einen haushaltsüblichen Schwamm, den man wie einen Spatel benutzt. Mit dem Schwamm kommt man besser, als mit einem Spatel in die Fugen und Ecken. Bei der letzten Schicht wird Abtönfarbe (Terrakotta) dazu gemischt, um der Rückwand die passende Farbe zu geben.
Glasschiebetüren:
Auf den Frontblenden setzt man für die Glasschiebetüren E-Profil-Schienen. Oben kommt die im Profil tiefere und unten die im Profil niedrigere Schiene. Festgeklebt kann sie mit Silikon oder Montagekleber werden. Die Scheiben werden erst später eingesetzt.
Beleuchtung:
Nun beginnt die Installation der Beleuchtung. Diese wird auf die Zwischendecke montiert (die Montage kann außerhalb des Terrariums erfolgen). Auf der Unterseite kommen die Lampen und auf der Oberseite die Verlegung der Leitungen und Vorschaltgeräte. Als Grundbeleuchtung installiert man T5-Leuchtstoffröhren und/oder HCI-Lampen. Für die Sonnenplätze werden handelsübliche Spotstrahler verwendet  und für die UV-Beleuchtung eine Osram-Vitalux (Achtung!!! Nur bei genügend großen Terrarien fest einbauen - Mindestabstand von 60cm bis 80cm beachten) oder Bright Sun Desert von Lucky Reptile. Für die Spotstrahler und UV-Lampen müssen, wegen der Wärmebildung, Keramikfassungen verwendet werden .
Dekoration:
Als Bodengrund eignet sich Spielsand mit Lehmpulver im Verhältnis von 10:1 oder aus dem Zoofachgeschäft Roten Sand (teuer). Ein paar Korkstücke und Korkäste zum Klettern und Sonnen dürfen nicht fehlen. Auch die Gefäße für das Wasser und Futter können nun hineingestellt werden.
Temperaturzonen:
Ist das Terrarium komplett fertig, so testet man, bevor man die Tiere holt, die Temperaturzonen. Man misst über mehrere Tage die einzelnen Zonen, bis alle stimmen (Bodenbereich 25°C-28°C, Durchschnittstemperatur 30°C-33°C, Sonnenplätze 45°C-55°C).